Barockrahmen werden nie aus der Mode kommen

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Wir leben im Zeitalter der Effizienz. Weniger ist mehr, reduce to the max und keep it simple lauten die Leitsprüche – nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in der Architektur und im Möbeldesign. Die Architekturschule Bauhaus hat uns gelehrt, dass der strenge Verzicht auf jedes Ornament schön sei – und noch heute gelten die Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Häuser als modern und sind gültige Stilvorgaben. Schlicht ist schick. Dieser Purismus hat längst in unsere Wohnzimmer Einzug erhalten. Propagiert und millionenfach weiterverbreitet werden die klaren Linien auch von einem blau-gelben schwedischen Möbelhaus. Bloß nichts Überflüssiges, nichts Verspieltes!

 

Mit Barock gegen die Strenge der Renaissance

Der Gegenpol dieser Auffassung – hätte es sie damals schon gegeben – war der Barock. In Europa herrschte fast 200 Jahre lang, von etwa 1570 bis 1770, ein machtvoller Hang zum Überbordenden, zu ausladenden Verzierungen. Der Begriff Barock stammt aus dem Portugiesischen und bedeutet „merkwürdig, unrund“. Damals setzten sich die Architekten und Handwerker damit von einer anderen Mode ab: von der Renaissance, die vor allem geradlinige, rechtwinklige Stilmerkmale hervorgebracht hatte. Der Barock löste alle strengen Ordnungen der Renaissance auf. Neu waren schwingende, nach innen und außen gerundete Formen, Kuppeln, Säulengruppen, Giebel und Fensterbekrönungen. Auch Bilderrahmen sind mit reicher Ornamentik verziert, sie sind oft vergoldet und tragen feine „Perlenketten“ als Schmuck an der Leiste.

 

Rokoko: Höhepunkt des wilden Treibens

Höhepunkt des Barock war der prunkvolle Hof des Sonnenkönigs, des französischen Königs Ludwig XIV. Was er schön fand, wurde zum Mode-Gesetz in ganz Europa. Das Spiel mit den Formen wurde immer wilder und gipfelte im Spätbarock, auch Rokoko genannt. Geschnitzte und vergoldete Muschelornamente waren neben asymmetrischen Linien nun das Must-Have. Tische, Stühle oder Sofas bekamen s-förmig geschwungene Beine. Marie Antoinette, die Frau Ludwigs XVI., war eine typische Figur des Rokoko. Ihre sagenhafte Liebe für Prunk und Luxus brachte das Volk gegen sie auf, sie wurde während der Revolution hingerichtet. Dass diese Geschichte heute noch fasziniert, beweist Sophia Coppola mit ihrem schwelgerischen Film „Marie Antoinette“ von 2006. Auch vor Bilderrahmen machte die Mode natürlich nicht Halt: Absolut zwingend waren beispielsweise Muschelreliefs.

 

Barockrahmen: Auch in Zukunft der Hingucker schlechthin

Aber Barock – heute noch? Wo doch alles so furchtbar durchdacht, nüchtern und puristisch ist? Eben drum! Denn was gibt es Schöneres, als einen minimalistischen, durch und durch strukturierten Raum mit einem opulenten Barockrahmen zu akzentuieren? Der gepflegte Stilbruch macht nicht nur aus Ihrem barocken Bilderrahmen den absoluten Hingucker: Er wertet auch die mit Bedacht ausgesuchten Möbel auf. Barockrahmen werden eben nie aus der Mode kommen!

 

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